Überleben der Stärksten: Werder Bremen gewinnt Abstiegs-Playoffs, bleibt in der Bundesliga

Weniger als drei Minuten nach Spielbeginn versuchte Heidenheims Noran Theuerkauf, eine Angriffschance zu klären. Dazu schoss er in die obere linke Ecke seines eigenen Netzes.

Heidenheim erholte sich nicht rechtzeitig und nach einer ganzen Saison, in der es darum ging, ihre Form zu finden, wird der SV Werder Bremen in der nächsten Saison wieder in der Bundesliga spielen. Ein hartes 0: 0 im Rückspiel im Weser-Stadion zeigte die Defensivqualität in beiden Teams, und der frühe Ausrutscher war für die Außenseiter zu viel.

Nach einer ersten Halbzeit, die von Werder Bremens Vorherrschaft geprägt war, nutzte Heidenheim die Chancen früh und häufig in der zweiten Halbzeit. Es schien, als ob der Moment zu ihnen kam, als sie innerhalb der ersten fünf Minuten drei klare Chancen verpassten. Werder verpasste auch einen fairen Anteil an Chancen und bereitete sich auf eine wilde Fahrt ins Ziel vor, wenn Heidenheim das Netz finden könnte.

Heidenheims Gebete wurden in der 84. von Tim Kleindienst beantwortet, der einen Schuss von der Querlatte aufräumte, um Druck auszuüben.

Nach einer Freigabe von der Bremer Abwehr in der Nachspielzeit schob Fin Bartels einen schwachen Zweikampf ab und setzte einen Zentrierpass an Ludwig Augustinsson. Der schwedische Verteidiger steckte es zum 2: 1 weg.

Nach einer späten Strafentscheidung setzte Kleindienst einen weiteren Treffer ins Netz, um das 2: 2-Unentschieden zu erzielen. Die Grün-Weißen gewannen jedoch das letzte Spiel der Bundesliga für die Saison 2019/20 mit Auswärtstoren.

Neben dem Hinspiel dieser Playoffs trafen sich diese beiden Teams zum dritten Mal in dieser Saison. Sie haben sich in der zweiten Runde des DFB-Pokals unentschieden geschlagen, wo Bremen mit 4: 1 gegen Heidenheim ein Tor erzielte.

Zwei Geschichten, zwei Hoffnungsträger

Werder Bremen schien die ganze Saison über alle Teile und Talente zu haben, um um einen Platz in der Europa League zu kämpfen. Auf dem Kader fallen die Namen wie ein zukünftiger weltbester Elf auf: Jiri Pavlenka im Tor, Agustinsson in der Abwehr, ein Mittelfeld mit Maximilian Eggestein und Leonardo Bittencourt, gepaart mit Milot Rashica, Yuya Osako und Josh Sargent Vorderseite. Darüber hinaus haben Veteranen wie Ömer Toprak, Kevin Vogt, Niclas Füllkrug und Davy Klaassen dem Team mehr Qualität verliehen. Aber irgendwie haben sie bis Ende des Jahres nie alles zusammengestellt.

Trotz aller Fehler sollte das, was Bremen geschafft hat, nicht unterschätzt werden. 22 Wochen der 34 in der Bundesliga-Saison lagen die Grün-Weißen auf den letzten vier Plätzen und verbrachten 14 Wochen auf einem automatischen Abstiegsplatz. Die Anstrengung in diesen letzten Spielen, bis zum letzten Tag zu kämpfen, um diesen Playoff-Platz zu erreichen und dann zwei Legs zu gewinnen, ist zweifellos eine der größten Überlebenskampagnen in der Geschichte der Bundesliga.

Für Werders Gegner aus Baden-Württemberg war es ein Saisonwunder. In Heidenheim bestand die Hoffnung, dass sie dieses Jahr das Unmögliche schaffen könnten. Beeindruckende Ergebnisse gegen Mannschaften wie Hannover 96 und Titelgewinnerin Arminia Bielefeld sorgten dafür, dass Heidenheim den größten Teil des Jahres in den Top 5 der Tabelle blieb. Phänomenale Leistungen von Spielern wie Tim Kleindienst, der in 28 Spielen 14 Tore erzielte, Marnon Busch und Patrick Mainka sowie das Mittelfeld-Phänomen Niklas Dorsch haben die Hoffnungen dieses Teams beflügelt und sie bis zum letzten Tag der Saison um den Platz in den Playoffs kämpfen lassen.

Heidenheim brauchte am vorletzten Wochenende ein Ergebnis gegen die Playoff-Hoffnungsträger Hamburger SV, um ihr eigenes Schicksal zu kontrollieren. Nachdem ein HSV-Eigentor in den 80ern das Spiel unentschieden gespielt hatte, siegten Rot und Blau nach einem 90 + 5-Tor von Konstantin Kerschbaumer. In der folgenden Woche sahen sie zu, wie Hamburg verlor und sie erhielten das Recht, an einem anderen Tag zu kämpfen.

Für diejenigen, die nicht viel vom 1. FC Heidenheim gehört haben, ist die Geschichte dieser Saison nur eine weitere bemerkenswerte in der kurzlebigen Geschichte des Vereins. Nachdem die Muttergesellschaft Heidenheimer SB 2007 die Fußballmannschaft neu organisiert und in eine eigene Einheit umgewandelt hatte, begann der Verein seine Zeit in der 5. Liga des deutschen Fußballs. Innerhalb von zwei Jahren erreichten sie zwei Beförderungen, um es in die 3. Liga zu schaffen, und gewannen die Liga in der Saison 2013/14. Noch bemerkenswerter ist, dass Cheftrainer Frank Schmidt seit Beginn seiner Reise vor 13 Jahren an der Spitze des Teams steht.

Während viele Fans hofften, dass dieser Verein sein Bundesliga-Debüt geben würde, war es kein einmaliger Schuss. Das Team hat immer noch eine außergewöhnliche Qualität und es ist sehr vernünftig, dass sie nächstes Jahr einen weiteren Sprung bei der Beförderung machen.

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